Video Empfehlung: Ändern einer Gewohnheit

A simple way to break a bad habit

Hier gibt es ein sehr erhellendes Video (auf Englisch), wie man durch achtsames, neugieriges Beobachten eine schlechte Gewohnheit überwinden kann.

Es klingt erst einmal überraschend – aber es funktioniert tatsächlich. Über kurz oder lang ist es unmöglich etwas beizubehalten, was einem selbst nicht gut tut – wenn man dies nur konsequent mit Bewusstheit betrachtet.

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 15: Überlebensmuster, Hormone und andere biologische Einflüsse (oder: Der Dinosaurier)

In dieser Artikelserie (hier finden Sie Teil 1 und hier zu Teil 14) geht es um die Handlungsfreiheit im eigenen Leben. Es gibt viele Ursachen dafür, dass ich nicht zu jeder Zeit „Chef“ in meinem Leben bin. In jedem Teil beschäftigen wir uns mit einer dieser Ursachen.

Im letzten Teil ging es um Stimmungen. In diesem Teil besprechen wir biologische Einflüsse.

Im Grunde sind diese Einflüsse, die gemeinsten, die es gibt. Es ist Teil unserer „Hardware“ und „vorinstallierten Software“. Als würden Sie einen neuen Computer bekommen und sich damit abfinden müssen, dass dieser nicht immer macht, was Sie wollen – sondern ab und zu schlicht das macht, was er selbst für richtig hält. Schon Kinder haben diese Einflüsse. Unser Gehirn und Nervensystem ist nicht vom Himmel gefallen, sondern hat sich im Lauf der Zeit entwickelt. Dabei ist sehr viel Nützliches entstanden. Aber auch einiges, das am Anfang nützlich war und sich inzwischen überholt hat.

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 13: Gehirnwäsche

In dieser Artikelserie (hier finden Sie Teil 1 und hier Teil 14) geht es darum, das eigene Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Und es geht um die Gründe, warum dies oft sehr schwer ist.

Schuld und Scham haben wir im letzten Teil besprochen. Heute geht es um „Gehirnwäsche“. Sie fragen sich vielleicht, wieso. Gehirnwäsche ist eher etwas, das man nicht im Alltag vermutet.

Sehen wir uns an, was Gehirnwäsche ist. Gehirnwäsche ist eine starke Form psychologischer Manipulation. Der wissenschaftliche Name ist „Mentizid“. Das bedeutet Verlust der Persönlichkeit. Gehirnwäsche wird gerne von totalitären Staaten eingesetzt (z.B. in der Sowjetuntion unter Stalin, während des Korea-Krieges von Korea, in China unter Mao Zedong) oder von Sekten. Die Technik war vermutlich jedoch schon im Altertum bekannt, sie wird im ägyptischen Totenbuch erwähnt. Das Ziel der Gehirnwäsche ist es, loyale Anhänger zu schaffen – es geht tatsächlich darum, die alte Persönlichkeit nach den eigenen Wünschen umzuschreiben.

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 12: Schuld und Scham

In dieser Artikelserie (hier finden Sie Teil 1 und hier Teil 13) geht es darum, das eigene Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten und die Gründe, warum dies oft sehr schwer ist.

Einen der „Hauptgegner“ haben wir uns bis zum zwölften Teil aufgespart: Schuld und Scham. Es gibt wohl kaum Gefühle, die so effektiv darin sind, die eigene Kreativität, den Schwung und die Energie auszubremsen wie Schuld und Scham.

Scham ist pures Gift. In meinen Augen ist es das Gefühl, das die „Hauptschuld“ an sehr vielen Problemen und Schmerz im eigenen Leben trägt. „Schuld“ setze ich in Anführungszeichen – denn immer dann, wenn ich mich zu Schuldzuweisungen hinreißen lasse, stecke ich fest – es geht weder vor noch zurück.

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 11: Gelernte Lösungen – „funktionale Gebundenheit“

In dieser Artikelserie (hier finden Sie Teil 1 und hier Teil 12) geht es darum, im eigenen Leben „der Chef zu sein“ – d.h. zu entscheiden, wo es lang geht. Allzuoft entscheiden dies innere und äußere Zwänge und Muster, die nicht immer dem entsprechen, was ich wirklich möchte. Zahlreiche Gründe, warum mir ab und zu die Zügel aus der Hand genommen werden, haben wir schon besprochen.

Im vorletzten Artikel ging es um die Art und Weise, wie mein Gehirn aufgebaut ist. Der heutige Teil hat ebenfalls mit der Struktur des Gehirns zu tun, bzw. mit einem Nebeneffekt des Lernens.

Wenn wir lernen, verändert sich die Struktur unseres Gehirns. Neue neuronale Netze entstehen oder bestehende werden verändert oder verstärkt. Das kostet Zeit und Energie. Unser Körper – und auch unser Gehirn – versucht, Zeit und Energie zu sparen wenn es kann. Darum ist eine gute Daumenregel: Wenn es einmal funktioniert hat, wird es ziemlich wahrscheinlich wieder funktionieren. Das Gehirn wendet diese Regel gerne an. Wenn wir einmal eine Lösung für ein Problem gefunden haben, neigen wir dazu, den Lösungsweg beizubehalten (das geht schneller) und nicht nach einem neuen Lösungsweg zu suchen (das braucht Zeit und Energie).

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 10: Süchte und tiefe oder oberflächliche Sehn-Süchte

In dieser Artikelserie (hier finden Sie Teil 1 und hier Teil 9) geht es um das bewusste Gestalten des eigenen Lebens und die Gründe, warum das oft so schwer ist. Im letzten Teil ging es um die Struktur des Gehirns, die trotz aller Nützlichkeit der Handlungsfreiheit oft im Wege steht. Heute geht es um Sehnsüchte. Vielleicht ist dies der wichtigste Teil der Artikel-Serie. Denn wenn ich meine Sehnsüchte verstehe, ist es sehr viel leichter, in meinem Leben wirklich dorthin zu kommen, wo ich sein möchte.

Die folgende Darstellung ist eine Vereinfachung. Aber sie ermöglicht, dass ich bestimmte Punkte klarer sehen kann. Wir alle wünschen uns etwas – Dinge, innere Zustände, Umstände im Außen. Alles, was ich mir wünsche, kann ich in zwei Kategorien unterteilen:

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 9: Meine „Natur“ oder die Art, wie mein Gehirn gestrickt ist

In dieser Artikelserie (hier finden Sie Teil 1und hier Teil 8) beschreibe ich die Ursachen, die es uns schwer machen, im eigenen Leben der Chef zu sein. Das heißt, genau das zu tun und zu lassen, was ich selbst möchte und unbewusste Einflüsse von Außen oder von Innen bewusst wahrzunehmen.

Die Art, wie unser Gehirn aufgebaut ist, macht es leider nicht einfacher, jeden Tag bewusst nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Zwei Eigenschaften unserer grauen Zellen stehen uns dabei besonders im Weg:

  1. Ganz normale Lernvorgänge im Gehirn und
  2. Reiz-Reaktionsmuster aus älteren Teilen des Gehirns

1. Die ganz normale Art, wie Lernvorgänge in unserem Gehirn ablaufen, machen es im Alltag schwer, jederzeit bewusst Entscheidungen für mich zu treffen. Das liegt ganz einfach daran, dass unser Gehirn effizient vorgeht und am liebsten immer den leichtesten Weg geht. Lernen geschieht auf eine sehr einfache Art: Ich tue etwas und spüre einen Effekt. Dies führt zu einer Veränderung in meinem Gehirn.

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 8: Versprechen, Schwüre und andere Arten der Selbst-Hypnose

In dieser Artikelserie (hier finden Sie Teil 1) geht es darum, bewusst Entscheidungen zu treffen und unbewusste Einflüsse aller Art Schritt für Schritt sichtbar zu machen und ihren Einfluss auf das eigene Leben zu reduzieren. In Teil 7 ging es um Werbung und andere Arten der Manipulation. Heute geht es um unbewusste Einflüsse, die ich selber geschaffen habe.

Hier ein klassisches Beispiel

Diese Art von Schwur wird gehört. Wenn ich mir selbst etwas mit dieser Leidenschaft verspreche, dann wird mein Unterbewusstsein sehr aufmerksam. Es ist wie eine Art Befehl, den ich mir selbst erteile und ihn dann sehr tief und sehr fest in meinem Unterbewusstsein verankere.

„Gott ist mein Zeuge, Gott ist mein Zeuge, ich lass mich nicht unterkriegen. Und müsst ich auch stehlen, lügen und sogar töten. Ich schwöre bei Gott. Ich will nie wieder Hunger leiden.“ (Vom Winde verweht)

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 7: Werbung und andere Manipulationen

In dieser Artikelserie (hier finden Sie Teil 1 und hier Teil 6) beleuchten wir die Frage, inwieweit ich der Chef in meinem Leben bin, bzw. warum ich mich regelmäßig von meinem Chefposten vertreiben lasse. In Teil 6 ging es um Familiäre Prägungen. Heute geht es um die allseits beliebte Werbung und andere Arten der Manipulation.

Eigentlich sollten wir Meister im Widerstehen von Werbebotschaften sein. Wir werden so umfangreich – und zum Teil so offensichtlich und so dilettantisch – mit ihnen bombardiert, dass wir jede Menge Gelegenheit haben, das Widerstehen zu üben. Leider sehen wir uns dabei mit einem Hindernis konfrontiert: Unser Gehirn verfügt über einige (an anderer Stelle sehr nützliche) Eigenarten und Mechanismen, die es sehr leicht manipulierbar machen. Wenn man weiß, wie es geht, ist es geradezu lächerlich einfach, jemanden dazu zu bekommen, dass er genau das tut, was ich möchte.

Das Leben in die eigene Hand nehmen – Teil 6: Familiäre Prägungen

Das Leben in die eigene Hand nehmen ist ganz leicht – zumindest war es das einmal: Als wir noch ganz klein waren. Die meisten kleinen Kinder machen das ganz natürlich. Ungefähr wenn sie zwei Jahre alt sind und entdecken, dass sie Dinge in ihrem Leben selbst bewirken können. Sie entscheiden, sie bestimmen und gestalten – genau so, wie sie es haben möchten – und wehe dem, der sich ihnen in den Weg stellt.

Wir nennen dies – eigentlich nicht wirklich treffend die „Trotzphase“ oder im Englischen „Terrible Two“ (die schreckliche Zeit, wenn sie zwei Jahre alt sind). Passender wäre: Die „Ich-Bin“-Phase.

Ich kann! Ich will! Und zwar jetzt gleich (es gibt nur den Jetzt-Moment)!