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Meine Reise

Ich bin bei mir selbst angekommen. Im Vergleich zu der Zeit vor dem Jahr 2000 fühlt es sich an wie ein vollkommen neues Leben. Ich empfinde Freude Tag für Tag – auch bei der Arbeit, kann mich selber im Spiegel liebevoll ansehen und zu mir selbst stehen, auch bei den Aspekten, die andere etwas seltsam finden. Und wenn ich mich nicht wohl fühle, kann mir selber helfen oder weiß zumindest, wen ich anrufen muss. Früher hätte ich mir nicht träumen lassen, dass mein Leben einmal derart einfach und schön sein würde.

Mein früheres Selbst war durchaus zufrieden mit seinem Leben. Nach dem Psychologie Studium entschloss ich mich zu promovieren. Ich arbeitete am Max-Planck-Institut an Grundlagenforschung – wie funktionieren menschliche Wahrnehmung und Handlungssteuerung? – und später am Institut für Phonetik als Projektleiterin in der Mensch-Maschine-Forschung. Die Arbeit machte mir Spaß und alles schien in Ordnung. Ich war bis über beide Ohren in meinen Mann verliebt, hatte eine tolle Familie, wunderbare Freunde, genug Geld, Hobbies, die mir Spaß machten. „Spiritualität“ hielt ich für völligen Blödsinn. Nach einigen Versuchen in meiner Kindheit, mich mit verschiedenen Religionen anzufreunden, fand ich während der Uni-Zeit zum Atheismus und Materialismus und fühlte mich sehr wohl damit.

Trotzdem stimmte etwas nicht. Ein Teil von mir fühlte es – hatte es schon immer gefühlt, hatte sich aber nicht getraut, das zuzugeben. Ab dem Jahr 2000 ließ sich dieses „etwas“ nicht mehr zudecken. Ich wurde depressiv – oder sagen wir: Meine Depression wurde so stark, dass mir langsam aufzugehen begann, dass nicht alles in Ordnung war. Stück für Stück nahm ich wahr, was alles außer Balance war. Ich hatte Tag für Tag Angst – vor anderen Menschen, aus dem Haus zu gehen, vor Spinnen, vor Höhen, vor dem Fliegen, vor der Dunkelheit – vor dem Leben an sich. Jeder Tag war ein Kampf. Vom ersten Blick in den Spiegel – „bist du heute für andere zumutbar?“ und der letzte Gedanke am Abend – „hast du heute genug geschafft?“ galten alle meine Bemühungen, bestimmten Vorstellungen zu entsprechen. „Du solltest dieses…“ … „du müßtest jenes…“ flüsterte mein Verstand beständig. Ich hielt dies für meine Vorstellungen – und realisierte nicht, dass diese Stimme in meinem Kopf mitnichten meine eigene war, sondern nur das Echo von Programmen von anderen, die ich freiwillig übernommen hatte. Neben den Ängsten, den dunklen Tagen der Energielosigkeit, des Haderns mit mir selbst, der trostlosen Stimmung kamen zunehmend körperliche Probleme dazu: Schlafprobleme, Allergien, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Atemprobleme. Ich probierte alles, was die Ärzte mir vorschlugen und fand durch Recherchen im Internet heraus, dass ich AD(H)S (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und eine Depression hatte. Ich entschloss mich, Tabletten zu nehmen. Wow – was für ein Gefühl! Ich merkte, wie schlecht es mir vorher gegangen war. Auf einmal hatte ich wieder gute Laune, hatte Energie und konnte Dinge tun, die mir früher sehr schwer gefallen waren. Ich fühlte mich lebendig und frei – so sieht also normales Leben aus, dachte ich.

Zusätzlich zu den Besuchen bei den Ärzten hatte ich langsam und vorsichtig angefangen, mich spirituellen Themen und Techniken zu öffnen. Ein Teil von mir spürte, dass in mir eine große Leere herrschte – und suchte nach etwas, um sie zu füllen. Ich feierte Jahreskreisrituale im Wald, begann spirituelle Texte im Internet zu lesen und mir Zeit für mich selbst zu nehmen. All dies war am Anfang mehr ein Spiel – mein Verstand sah etwas überheblich lächelnd darauf hinab, wie auf ein etwas schräges Hobby.

Eines Tages bot mir eine Freundin an, mir das Arbeiten mit der Einhandrute beizubringen – um meine Medikamente zu dosieren. Mir kam das etwas „spanisch“ vor, allerdings war das Dosierungsproblem sehr eng mit meinem Wohlbefinden verknüpft. Langte ich bei der Dosierung daneben, ging es mir genauso schlecht wie ohne Tabletten. Also fuhr ich zu meiner Freundin und ließ mir so eine komische Rute in die Hand drücken. Lächelnd meinte sie „So … als erstes bitten wir den lieben Gott um Schutz und Führung“. Ich muss sie mit einem Blick angestarrt haben, als hätte sie mich gebeten, ein Stück des Teppichs zu verspeisen. Ich hielt von dem guten Herrn mit dem langen Bart und den etwas seltsamen Ansichten überhaupt nichts. Aber ich hielt sehr viel von meiner Freundin. Einige Sekunden verstrichen während ich versuchte, diesen inneren Konflikt zu lösen. Mein Verstand lärmte: „Verschwinden von hier, das ist Unsinn“. Und mein Gefühl meinte sehr entschieden: „Das ist wichtig. Bleib“. Ich gab meinem Gefühl nach und ließ mich auf eine Reise ein, die mich Schritt für Schritt durch die innere Leere, durch meine Ängste, durch die Verwirrung zu dem brachte, was ich gesucht hatte: Mein Selbst. Mein wirkliches Selbst.

Die ersten Schritte waren möglich durch Vertrauen. Vertrauen in Freundinnen, die sich schon mehr als ich auf ihre innere Stimme verließen. Ich bekam den Umgang mit der Einhandrute beigebracht – und das erforderte weiß Gott eine Menge Geduld. Meine Freundin vertraute auf ihr Gefühl, dass das wichtig für mich sei und saß ruhig neben mir, auch wenn sie spüren mußte, dass ein Teil von mir sie für ziemlich verrückt hielt. „So ein komisches Wipp-Dings soll mir einen medizinischen Rat geben können? Ach du meine Güte“.

Aber ich blieb dran. Ich verstand, dass es darum ging, mich etwas anzuvertrauen, was ich nicht sehen oder anfassen konnte. Dass da etwas war – was viele „Gott“ nennen und was noch unzählige andere Namen hat. Ich konnte dieses etwas zwar nicht sehen – aber je mehr ich mich auf meine innere Stimme einließ (und meinen Verstand ignorierte), desto mehr konnte ich spüren, dass da etwas war. Zuerst dachte ich, dass dieses etwas im Außen ist. Und eines Tages realisierte ich, dass ich mit der Rute Selbstgespräche führte. Ich öffnete mich meiner eigenen Göttlichkeit und meiner eigenen Weisheit.

Eines Tages sagte mir die Rute, dass ich heute keine Tabletten bräuchte. Ich war etwas verwirrt, aber da ich der Rute vertraute – mir selbst vertraute – folgte ich dem Rat. Stück für Stück reduzierten wir die Dosis, bis ich plötzlich völlig ohne Medikamente auskam. Und oh Wunder – ich fühlte mich genauso gut wie vorher mit Tabletten. Meine Symptome waren weg.

Mein Verstand wurde etwas kleinlauter und es fiel mir immer leichter, meinem Herzen zu folgen. „Mach das, das klingt spannend“ – „Das fühlt sich wichtig an“ – „Da zieht es mich hin“. Ich besuchte Vorträge und Seminare und machte schließlich eine Jahres-Ausbildung in energetischem Heilen. Ich hatte keine Ahnung, wo die Reise hingeht – ich ließ mich einfach von dem inneren Sehnen leiten und nicht mehr von „du solltest…“ oder „du müßtest…“.

Ich begann als Freiberuflerin zu arbeiten – ich wollte anderen, die auf einem ähnlichen Weg waren wie ich, die Reise erleichtern. Ich lernte rasch, dass diese Begleitung am effektivsten war, wenn ich nicht „half“ oder „heilte“, sondern nur da war, den Prozess unterstützte und erleichterte, Fragen beantwortete und vor allem einen sicheren Raum und neue Potentiale zur Verfügung stellte, die der andere dann nutzen konnte.

Der Weg bis hierher war nicht einfach. Aber wenn ich mir ansehe, was ich gewonnen habe – welche Freude, Energie, Gesundheit und Leichtigkeit – das Wissen wer ich bin und was ich hier auf der Erde will – dann erscheinen mir die Hindernisse und Hürden fast lächerlich. Aber ich weiß noch, wie ich mich fühlte, als ich noch nicht wußte, dass es sich lohnt – dass der Schmerz, die Verzweiflung, die Angst, die Trauer weggehen – dass es Schritt für Schritt einfacher wird und irgendwann einfach nur noch Spaß macht.

Wenn Sie noch diese innere Leere spüren, verwirrt sind und noch nicht wissen, wie und wohin und warum das alles passiert, Ihr halbes Leben wegzubrechen scheint und nichts mehr Sinn macht, alles kalt und dunkel erscheint: Vertrauen Sie sich. In Ihrem Inneren ist ein Licht, das nur verdeckt ist. In Ihrem Inneren ist alles heil. Und ein Teil von Ihnen weiß, wie Sie dahin kommen, wo Sie wirklich hin wollen. Erlauben Sie sich nach Innen zu horchen. Auf Ihr Herz zu hören. Setzen Sie sich selbst an die erste Stelle. Geben Sie nicht auf.

Namaste – das Göttliche in mir ehrt das Göttliche in Ihnen